Die Grafik zeigt die Vielfalt des Gemeindelebens sowie das Gemeindehaus und die Kirchengebäude der Evangelischen Kirchengemeinde Odenkirchen

Evangelische Kirche Odenkirchen

Die Grafik zeigt die Vielfalt des Gemeindelebens sowie das Gemeindehaus und die Kirchengebäude der Evangelischen Kirchengemeinde Odenkirchen

Andacht

von Pfarrer Thomas Tillman

Foto: Lotz

An(ge)dacht: In guten Händen

Vor meinem inneren Auge sehe ich ihn vor mir stehen, den altgewordenen Simeon, dessen Hände das neugeborene Baby behutsam umfangen und dessen Gesicht, von der Sonne gebleicht, tiefe Furchen trägt. Der Blick seiner Augen ist selig, glückselig. Er blickt den Schatz seines Lebens, das Heil, das Gott den Menschen aller Völker bereitet (hat). Sein Herz brennt
vor lauter Liebe, Freude und Wonne. In seinem Namen, Simeon, erfüllt sich, was ins Deutsche übertragen ‚Gott hat erhört‘  heißt.

Die Tage seines Lebens hat Simeon, der Priester, im Tempel verbracht, bis ihm eines Tages jene junge Familie begegnet, die ihr Neugeborenes in den Tempel bringt, um es beschneiden zu lassen und ihm den Namen Jesus zu geben: „Gott rettet“. Sein Herz klopft, als hätte sein ganzes
Leben ihn auf diese eine Begegnung vorbereitet.

Ich stelle mir vor, wie das Neugeborene seine Finger in Simeons grauen Bart gräbt und ihn zum Lachen bringt. Seine runzelige Stirn, sein ganzes Gesicht leuchtet. Behutsam und fest hält er das Kind. Zärtlich streicht er ihm über Stirn und Wangen. Zart fühlt es sich an, verwundbar wie Babyhaut. Klein und doch kraftvoll. Entschlossen zu wachsen und sich auszubreiten bis in den letzten Winkel der Erde. So fühlt sich das Leben an, das gerade erst begonnen hat.

Dann wirft Simeon einen letzten Blick auf das Kind. Er gibt es den Eltern zurück und segnet die kleine Familie. Er ahnt, dass es nicht leicht für sie werden wird. Die Geister werden sich an ihm scheiden, die Meinungen sich teilen. Es wird ein harter Weg, der vor ihm liegt.

In einem Gedicht von Tina Willms heißt es:

Loslassen
die Frage, die Sorge, den Kummer.
Zur Ruhe kommen, heute, einmal.
Weil die Welt und ihr unwägbares Morgen
bei diesem Kind in guten Händen sind.


Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Mögen Sie sich, möge die ganze Welt sich in die Hände des Neugeborenen begeben, auf das neu wird, was an Leib und Seele zerbrochen ist. Gott rettet, dich und mich.

Gott Segne Sie.

Ihr Pfarrer Thomas Tillman

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