Evangelische Kirchengemeinde Odenkirchen

Evangelische Kirche Odenkirchen

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Kirchenmusik in Corona-Zeiten

Gerade eben hatten wir noch gute Gemeinschaft und erfolgreiche Proben. Der Kinderchor hat geübt für das Gemeindefest, der Projektchor für Ostern, Chorekt für ein Konzert mit mehreren Chören im Haus Erholung im August und für das Weihnachtskonzert in unserer Kirche am 1. Advent, die Rainbow-Singers für den Weltgebetstag, die Osternacht in Geistenbeck, die Hochzeit einer Mitsängerin und ein gemeinsames Konzert mit einem Chor unseres Pianisten Walter Meister, beides im September, Cantato für den Reisesegen-Gottesdienst und Flautato für Karfreitag und ein Konzert im Rahmen der 800-Jahrfeier in Wickrathberg und dann:

Lockdown.

Der Verabschiedungsgottesdienst von Pfarrer Buddenberg war der letzte Präsenzgottesdienst, schon ohne anschließende Feier, danach nichts mehr. Zwei Sonntage kein Gottesdienst, keine Beerdigungen mit Hallenbenutzung, das Gemeindehaus zu, keine Chor-und Ensembleproben mehr, keine Gemeindekreise, keine Ausschüsse, keine Gemeinschaft mehr, nichts! Gespenstisch, nicht wirklich zu begreifen. Wir alle haben so etwas noch nicht erlebt und wussten und wissen nicht, wie wir mit Corona umgehen sollen.

Ende März haben wir mit Online-Gottesdiensten begonnen, die jeweils am vorhergehenden Tag von Volker Starck, unserem Finanzkirchmeister, aufgezeichnet wurden, an dieser Stelle noch einmal allerherzlichsten Dank dafür, die Aufnahmen zu bearbeiten und zu schneiden war richtig arbeitsintensiv, und das alles nach Feierabend! Zum Glück hat unsere Gemeinde sich in diesen schweren und für viele beängstigenden Zeiten präsent gezeigt, und viele Gemeindeglieder haben die Gottesdienste angeklickt, damit sie "ihre" Kirche sehen konnten.

An Gründonnerstag und Karfreitag habe ich noch mit wenigen Flötistinnen musiziert, an Ostern mit Frau Tenberken gesungen. Dann kamen von der Landeskirche immer mehr Corona-News, Blech-und Holzbläser dürfen nicht mehr in der Kirche spielen, weil die Aerosole sich zu weit verbreiten, Singen ist gefährlich aus dem gleichen Grund. Alle größeren Veranstaltungen werden abgesagt, die Osternacht, die Konfirmationen, das Gemeindefest, einige Hochzeiten. Ja, und die Konzerte werden in diesem Jahr auch nicht stattfinden.

Dann der erste Präsenzgottesdienst, mein Eindruck: Gruselig, beklemmend. Bänke abgesperrt, alle Plätze gekennzeichnet, jeder Gottesdienstbesucher betritt mit Maske die Kirche. Sie hat normalerweise 650 Sitzplätze, jetzt sind es noch 59. Ich sitze an der Orgel, spiele Choräle und Liturgiestrophen, von unten kommt...nichts. Wir dürfen nicht singen, also kommt keine Resonanz. Alle fanden diesen ersten Gottesdienst bedrückend, Geistenbecker und Odenkirchener.

Der nächste Gottesdienst in Geistenbeck fand dann auf der Terrasse statt, damit gesungen werden konnte, in Odenkirchen haben wir nach dem Gottesdienst draußen gesungen. Sowohl bei den Online-Gottesdiensten als auch bei den jetzigen hat Gabriele Jahn oft die Lieder gesungen und die Gottesdienste dadurch sehr bereichert, auch dafür ein großes Dankeschön.

Inzwischen dürfen wir zumindest hinter der Maske wieder summen. Die meisten Chöre sind über WhatsApp vernetzt und halten so Kontakt, andere Chormitglieder rufe ich an, um zu signalisieren, dass wir noch immer Gemeinschaft haben.

Wie geht es jetzt weiter? Ich werde in kleinen Schritten nach den Sommerferien mit Kleinstgruppen wieder anfangen. Für das Singen gibt es immer noch strenge Auflagen, Abstandsregeln und 10 qm pro Person, nicht länger als eine halbe Stunde, am besten mit Maske, danach mindestens eine Viertelstunde gründlich lüften, bevor die nächste Gruppe den Raum betreten darf. Der große Saal hat 90 qm, also maximal 9 Personen erlaubt, durch die Abstandsregeln eher weniger. Bis wir wieder singen dürfen wie vor Corona wird dauern. Für Blockflöten gibt es neue Studien, dass die Aerosole in der Flöte bleiben, also wird es auch da einen neuen Anfang geben, aber in zwei Gruppen. Viele Chormitglieder vermissen das Singen sehr und natürlich auch das soziale Gefüge, das solch ein Chor darstellt.

Dass es so viele Einschränkungen gibt, macht es für mich sehr schwer, besondere Gottesdienste auszugestalten. Wenn also irgend jemand von Ihnen noch Musiker kennt, die ein Streich-oder Zupfinstrument spielen oder Akkordeon und die Lust haben, mal in einem Gottesdienst zu spielen, bin ich für Hinweise dankbar.

Es gibt ängstliche Naturen und solche, die am liebsten gar keine Pause gehabt hätten. Machen wir uns klar, dass das Virus nicht verschwunden ist, nur weil es inzwischen viele Lockerungen gibt. Ich wünsche uns allen, dass es bald einen Impfstoff gibt, damit wir entspannter leben können. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Claudia Henseling

bearbeitet am: 14.09.2020

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