Evangelische Kirchengemeinde Odenkirchen

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Gedanken zu Corona

von Beate Steinhardt

Da im Kindergarten zurzeit ausschließlich ein Notprogramm angeboten wird, habe ich, wie so viele andere, Zeit zu Hause, die ich erbringen muss. Da ich gerne etwas zu tun habe, habe ich mir tägliche Aufgaben auferlegt, wie z. B. telefonische Teamgespräche, Aufräumen, Gymnastikprogramm, Handarbeiten, Lesen und was man sonst noch so alles zu Hause machen kann.

Und – ich kann mich nicht davon freisprechen – Fernsehen. Dabei bin ich über die Helden meiner Kindheit gestolpert: „Unsere kleine Farm“. Die Sendung lief von 1974 bis 1983. In Erinnerung schwelgend und ohne Corona-Sorgen schaute ich mir einige Folgen an. Beim Zuschauen haben sich für mich schon öfter einige Parallelen zum heutigen Leben aufgetan, wie z. B. Fremdenhass, Ausgrenzung, Kindeswohlgefährdung oder Existenzängste. Doch als ich am 8. April die Folge 18 der Staffel 1 sah, wurde mir ganz komisch. Ich wollte doch nur unterhalten werden. Doch stattdessen hörte ich Charles Ingalls zu seiner Frau Caroline und zu seinen Kindern sagen: „Wir können uns eine Weile nicht sehen, folgt eurer Mutter, lernt schön und bleibt zu Hause!“ Es folgten Sätze wie: „Wir brauchen auch Schaufeln, die Toten müssen sofort beerdigt werden!“ „Es breitet sich überall aus, ich weiß nicht, wo der Herd ist!“ „Wir brauchen noch Eis, Ich weiß nicht wie es weitergehen soll, wenn das Eis zu Ende ist!“

Damals war es Typhus und glücklicherweise haben alle meine Filmhelden diese Krise überstanden. Dank der Forschung können wir uns heute gegen Typhus und gegen viele andere sehr schlimme Krankheiten und hoffentlich auch bald gegen Corona impfen lassen. Und mehr denn je kann ich nicht nachvollziehen, wenn man sich und seinen Kindern diesen Schutz vorenthält.

Die Folge endete mit den Worten des Herrn Pfarrer (er wurde immer nur so genannt): „Manchmal fragt man sich, warum Gott, so was zulässt. Doch wenn es vorbei ist, merkt man, dass es einen nicht geschwächt, sondern gestärkt hat.

Ich habe noch eine ganze Zeit über diese Folge nachgedacht und ich wünsche mir sehr, dass wir, wie die Helden meiner Kindheit, gut und gestärkt aus der Krise rauskommen.

Beate Steinhardt

bearbeitet am: 10.06.2020

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