Evangelische Kirchengemeinde Odenkirchen

Evangelische Kirche Odenkirchen

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Andacht

Liebe Mitchristen,

wissen wir, was es heißt durstig zu sein? Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Trotzdem sterben jährlich über drei Millionen Menschen, alle zwanzig Sekunden ein Kind, an fehlender Wasserversorgung. Unvorstellbar! Noch unvorstellbarer wäre es allerdings, wenn Menschen in gefährdeten Regionen das Angebot frischen Wassers ablehnten. Sie stehen Schlange mit ihren Krügen und Kanistern, weil sie durstig sind und ohne frisches Wasser nicht überleben können.
 
Es geht um mehr als den Durst nach Wasser. Es geht um den Durst nach Leben in all seinen Facetten. Die Angebote, diesen Durst zu stillen, scheinen unbegrenzt zu sein. Und wir lassen uns das auch etwas kosten. Die einen investieren alles in Karriere und Anerkennung, in Gesundheit, in die Erfüllung eines Lebenstraumes oder setzen alles in Partnerschaft und Familie. Andere suchen ihr Glück in immer wieder neuen Beziehungen oder rennen von Event zu Event. Manche versuchen es mit einem alternativen Lebensstil bis hin zur Askese.
 
Vieles passiert unbewusst. Das merken wir spätestens dann, wenn die Quellen versiegen, aus denen wir schöpfen. Wenn unsere Gesundheit wackelt, Beziehungen scheitern oder Sicherheiten wegbrechen. Manchmal regt sich erst dann die Frage: Aus welchen Quellen lebe ich?
 
Gott will und er allein kann unseren Durst nach Leben stillen aus einer Quelle, die nie versiegt. Das Quellwasser sprudelt, ob wir daraus schöpfen oder nicht. Gott durchschaut mich wie Jesus die Frau am Jakobsbrunnen durchschaute. Beim Wasserschöpfen legte er den Finger auf den wunden Punkt ihres Lebens, ihre vielen gescheiterten Beziehungen. Mit dieser harten Wahrheit konfrontiert, lässt er sie nicht stehen, sondern macht ihr ein Angebot, das ihr Leben verändert:
 
„Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten“.(Johannes 4,13f)
 
Dieses Wasser spült den Ballast ihres bisherigen Lebens weg. Gerade die vom Leben Gezeichneten und Verletzten lädt Gott zur Quelle ein. Den Gescheiterten und Bedürftigen gilt sein Angebot. Ganz umsonst. Vielleicht ist das der Punkt, der mir mit meinem Leistungsdenken und Hang zum Perfektionismus widerstrebt. Beide machen auch vor meinem Glauben nicht halt. Ich bin nicht gerne bedürftig. Fehler und Versagen sind nicht vorgesehen.
 
Die Bibel vergleicht uns immer wieder mit Gefäßen, keinen makellos glänzenden, sondern irdenen. Genau die will Gott mit seinem lebendigen Wasser füllen. In ihm liegt das Umsonst begründet. Gott ließ sich unsere Rettung etwas kosten – das Leben seines Sohnes. Er hat alles bezahlt und beglichen.
 
Eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2018 wünscht ihnen
 
Prädikant Werner Henseling.

bearbeitet am: 19.11.2017

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