Evangelische Kirchengemeinde Odenkirchen

Evangelische Kirche Odenkirchen

Evangelische Kirchengemeinde Odenkirchen

Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen halten die Stellung

Ev. Altenheim Odenkirchen

Wir befinden uns mitten im Jahr 2020, ein Jahr, mit einschneidenden Veränderungen für die Menschen, die für unser Land Großartiges geleistet haben. Nachdem sie mindestens einen schaurigen Krieg erleben mussten, haben sie in die Hände gespuckt und den größten Teil dazu beigetragen, damit aus Ruinen ein demokratisches und zukunftsorientiertes aber auch begehrtes Heimatland werden konnte.

Und nun das. Seit dem Winter begleitet uns weltweit eine Plage, die in jedem Moment auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgeheim bedroht. Eine Informationsflut mit nur wenig Deutungscharakter wird durch ein umfassendes Besuchsverbot ergänzt. So mancher fühlt sich eingeschüchtert, verängstigt und weggesperrt. Es werden vereinzelt Erinnerungen wach, Erinnerungen, die tief in der Seele verborgen waren und eigentlich dort bleiben sollten.

Schrittweise werden die Bewohnerinnen und Bewohner aus ihrem isolierten Dasein hinausbegleitet. Angefangen bei Besuchen über die Distanz auf einer Terrasse oder erste familiäre Begegnungen mit der Videotelefonie, Digital 4.0 im fortgeschrittenen Alter sowie das Musik-Café vom Balkon aus. Es folgt ein Wechsel der sogenannten Lockerungen im Rhythmus von wenigen Tagen, je nach politischer Verordnungslage. Zunächst wird der Besuch in wenig erfreulich eingerichteten Räumlichkeiten gestattet und streng auf Einhaltung der Regeln überwacht. Bewohner*innen und Besucher*innen erhalten nach mühevoller Terminvereinbarung ein paar Minuten Zeit für einen Sichtkontakt, aber nur mit Vermummung und hinter einer großen Scheibe.

Wenig später ist eine weitere Lockerung verordnet. Endlich durften die Lieben wieder auf den Bewohnerzimmern besucht werden. Und die Türen nach außen waren auf einmal wieder offen. Der unnachgiebige Druck, die Hygieneregeln einzuhalten, ist jedoch geblieben. Es gelingen erste körperliche Berührungen mit den Angehörigen, die aber immer noch von kurzer Dauer sind und nur mit einer verdoppelten Vermummung „unter 1,5 m“ gestattet sind.

Nicht nur die Bewohner*innen sind mit dem Außergewöhnlichen konfrontiert. Auch die Angehörigen mussten sich den formalen und gesetzlichen Regelungen beugen. Kontaktverhinderungen zu Mama, Papa, Oma und Opa bestehen erst ganz und können langsam auf eine ungewohnte Weise wieder rückgängig gemacht werden. Und hier gilt es, ein großes Lob an den überwiegenden Teil der Besucher*innen auszusprechen. Nach so manchem Diskurs haben sie sich den Regelungen ergeben. An dieser Stelle gilt Ihnen, liebe Angehörige und Besucher*innen, noch einmal ein großer Dank für Ihre Kooperation.

Nicht vergessen dürfen wir die Mitarbeiter*innen! Unser Ziel ist es, unter diesen repressiven Umständen die gleiche Versorgungsqualität zu bieten, wie vor der Pandemie. Und tatsächlich es gelingt. Die persönliche Belastung einer jeden Mitarbeiterin und eines jeden Mitarbeiters im Altenheim hat sich mindestens verdoppelt. Das dauerhafte Tragen des Mund-Nasen-Schutzes schmälert den Bedarf an Sauerstoff. Jede Anstrengung wird zur Qual. „Richtig Pflegen“ erfordert neue Strategien im Umgang mit den persönlichen Ressourcen. So richtig kann es niemand beschreiben. Diejenigen, die es dauerhaft erleben, sind wohl bis in die nächste Generation geprägt. So manch einer redet von einem neuen Kriegserlebnis – nur auf der biologischen Grundlage – nämlich der Gesundheit. Wiederholt sich hier etwa die Geschichte?

Gemeinsam halten wir im Ev. Altenheim Odenkirchen tapfer die Stellung. Wir, das lässt sich als eine Mischung aus geballtem Erfahrungsschatz früherer Zeiten, unterstützt von Kompetenz und Liebe der im Altenheim tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschreiben. Es ist, als ob hier ein Zusammenhalt von ungeahntem Ausmaß eine Kraft erzeugt, die uns vor Gefahren bewahrt. Mit Erfolg, das bestätigt bisher ein jegliches Fernbleiben von SARS-COV-2 oder kurz Corona benannt. Das erfolgreiche Handeln ist jedoch mit Einschnitten für alle Beteiligten verbunden.

Als Einrichtungsleitung möchte ich mich an dieser Stelle von tiefstem Herzen für den Zusammenhalt dieser Gemeinschaft bedanken, den Bewohner*innen für Ihre Souveränität und Contenance, den Angehörigen für ihre Kooperation und für alle Mitarbeiter*innen aus der Pflege, dem Sozialdienst und der Betreuung, der Hauswirtschaft und Küche, dem Reinigungsdienst, der Hausmeisterei sowie der Verwaltung, eine Verbindung, die gemeinsam stark macht.

Andreas Vossen, Einrichtungsleiter

bearbeitet am: 22.08.2020

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